Die Zentrale mit Verwaltung und Produktion der Centa-Star Bettwaren GmbH in Stuttgart-Untertürkheim musste Brandschutztechnisch saniert, sowie im Dachgeschoß zusätzliche Lager- und Produktionsflächen geschaffen werden.
Das Gebäude grenzt im Süd-Westen direkt an den Gehweg der Augsburger Straße, im Nord-Osten an den 1990 genehmigten 4-geschossigen Flachdach-Erweiterungsbau an. Das Bestandsgebäude wurde ab 1898 in mehreren Bauabschnitten als Bonbon- und Schokoladenfabrik errichtet. Das zu sanierende Mansard- und Dachgeschoss wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach erweitert, ergänzt und umgenutzt.
Bereits im Zuge von Voruntersuchungen hat sich gezeigt, dass das bestehende statische Dachtragwerk in kritischen Stellen Schäden aufweist, die für die weitere Bauausführung ertüchtigt werden müssen. Weiterhin sind die vorhandenen Holzbalkendecken über E4 zum Dachgeschoß aufgrund von unsachgemäßen vorangegangenen Umbauten Brandschutztechnisch ungenügend und müssen für die zulässige Nutzung ertüchtigt werden. Hierfür war teilweise ein Rückbau bis auf die Tragkonstruktion mit Neuaufbau der Decke erforderlich.
Weiterhin wurde im Vorfeld eine Schadstoffentfrachtung der Sanierungsbereiche im DG und E4 durchgeführt. Hierbei musste zur Aufrechterhaltung der fortlaufenden Produktion umfangreiche Interimsmaßnahmen zur Trennung der Schwarz-Weiß Bereiche unter Aufrechterhaltung des Material- und Produktionsfluss umgesetzt werden.
Die Gebäudekonstruktion ist eine für die Baujahre fortschrittliche Eisenbetonkonstruktion, teilweise auch mit Stahl- oder Stahl-Verbund-Tragwerk. Im zu sanierenden Mansard-Geschoss musste vor Baubeginn die dortigen Zwischenlagerflächen der Produktion umgezogen werden. Auch hierfür musste in enger Abstimmung mit der Produktionsleitung ein Zwischenlagerkonzept sowie Interimsflächen für die Pufferung der Produktion im Hof geschaffen werden. Im weiteren Bauverlauf wurden entsprechend dem Baufortschritt die Produktionsabschnitte teilweise aufgetrennt, da ein Abschnittsweises Umsetzten bzw. temporärer Umzug erforderlich wurde.
Die gesamte Dacheindeckung, bestehend aus Biberschwanzziegeln, Dachlattung, Bitumendachbahnen und Metalleindeckungen wurde rückgebaut. Die vorhandene Holz-Grunddachkonstruktion bleibt bestehen, muss jedoch in Teilen ergänzt und im Bereich von Beschädigungen und Verformungen ertüchtigt werden. Im Zuge der Ertüchtigung wurde der neue Dachaufbau mit OSB-Platte als aussteifende Scheibe, Dampfsperre, Wärmedämmung, Konterlattung und mit Prefa-Blecheindeckung ausgeführt. Einbau neuer Dachflächenfenster und RWA.